Im Grab der Könige
Das sind Hannovers verbotene Orte
Von Julia Polley und Isabel Rollenhagen Ob tief unter der Erde, in luftiger Höhe oder hinter mehreren Metern dickem Beton: In Hannover gibt es unzählige Orte, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. In unserer neuen Serie "Hannover in 360°" nehmen wir Sie mit auf eine Reise zu diesen Orten – und zeigen sie Ihnen in 360-Grad-Fotos. So können Sie selbst Ihren Blickwinkel wählen, um Hannovers verbotene Orte genauer in Augenschein zu nehmen. 
Im Grab der Könige
Das Mausoleum der hannoverschen Könige im Berggarten ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Erbprinz Ernst August von Hannover aber hat gestattet, dass wir den würdevollen Raum zumindest virtuell öffnen und Einblicke in das Bauwerk ermöglichen, das eng mit Hannovers Stadtgeschichte verknüpft ist. König Ernst August 1. (1771 – 1851) hat den Bau des Mausoleums nach dem Tod seiner Ehefrau, Königin Friederike von Hannover (1778 – 1841) bei Hofbaumeister Laves in Auftrag gegeben. Laves schuf einen tempelartigen Bau mit Vorhalle, dem quadratischen Hauptraum schließt sich eine halbkreisförmige Altarnische an. Im Inneren ist das Gebäude zweigeschossig: Auf der oberen Kapellenebene befinden sich die beiden Grabdenkmale, die reine Denkmale sind und vom Bildhauer Christian Daniel Rauch in dreijähriger Arbeit geschaffen wurden.Die Särge selbst befinden sich in der Gruft unter der Kapelle. Nachdem das zerbombte Leineschloss (heute: Landtag) umgebaut wurde, wurden elf weitere Sarkophage der Welfenfamilie ins Mausoleum umgebettet, darunter der von Kurfürstin Sophie (1630 – 1714), ihrem Mann Ernst August (1674 – 1728) und ihrem Sohn Georg I, dem König von England (1660 – 1727). Vor dem Mausoleum ist zudem die 1980 verstorbene Viktoria Luise von Preußen, einzige Tochter von Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Willhelm II., an der Seite ihres Ehemanns bestattet.
Nächste Seite: Im Tower des Flughafens
Es ist wohl einer der höchstgelegenen Arbeitsplätze der Region: 65 Meter über dem Boden liegt der Tower des Flughafens Langenhagen. Drei Fluglotsen und zwei Vorfeldkontrolleure haben dort alle Start- und Landebahnen ständig im Blick. 

ZUM NÄCHSTEN RAUM >>