Warum den Dirty Projectors Liebeskummer gut tat
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Neue Platten Warum den Dirty Projectors Liebeskummer gut tat

Dass Dave Longstreth, Sänger der Rockband Dirty Projectors, in eine tiefe Krise stürzte, ist für ihn persönlich schlimm. Dem neuen Album, das wie die Band heißt, hat es aber gut getan, meint Autor Tobias Morchner.

Enttäuschen mit ihrem neuen Album nicht die Erwartungen der Fans: Dirty Projectors (im Bild Dave Longstreth).

Produzenten-Legende Rick Rubin an den Reglern, Beyoncés gefragte Schwester Solange als Gesangspartnerin – was könnte da noch schief gehen? Eine ganze Menge, wenn man, wie Dirty-Projectors-Mastermind Dave Longstreth in einer handfesten Krise steckt. Schuld sind eine Schreibblockade, die Trennung von seiner Freundin und das Loch, in das der Musiker nach der Tour zum Vorgängeralbum gefallen war. Alles keine guten Voraussetzungen für ein neues Werk.

Den Dirty Projectors ist es auf „Dirty Projectors“ allerdings geglückt, all die negativen Ereignisse in positive Energie umzuwandeln. „Dirty Projectors“ ist eine prickelnde und groovende Mischung aus elektronischen Beats, Soul-Bläsern und R-&-B-Riffs. Welche Richtung das neue, selbstbetitelte Album einschlagen würde, hatte bereits die Vorab-Single „Cool Your Heart“ verraten – und damit die Erwartungen der Fans nach oben geschraubt. Sie werden von Dave Longstreth nicht enttäuscht. Den ersten und den letzten der insgesamt neun Tracks singt er jeweils allein, bei allen anderen Songs bekommt er Unterstützung. Wenn sich so ein Trennungsalbum anhört, müsste man Longstreth noch eine ganze Reihe davon wünschen – nur wäre das auch ganz schön fies.

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