Hausverbot für Ko-Trainer und ein missglücktes Banner
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Eis-Derby am Pferdeturm Hausverbot für Ko-Trainer und ein missglücktes Banner

Mit einem 8:1-Sieg gegen den ESC Wedemark Scorpions hat der EC Hannover Indians die Pre-Play-off-Serie gegen die Mellendorfer gewonnen und ist in die Play-offs der Eishockey-Oberliga eingezogen. Das Spiel sorgte wegen zahlreicher Ereignisse auf und neben dem Eis auch am Tag danach für Gesprächsstoff.

Das umstrittene Transparent in der Nordkurve.

Quelle: Sielski

Das Plakat

Hannover. Mit einem großen Banner mit der Aufschrift „Jetzt gibts Krieg“ begrüßte die Nordkurve, wo im Eisstadion am Pferdeturm die Indians-Fans stehen, die Anhänger des ESC. „Das Wort Krieg ist im Zusammenhang mit Sport zwar alles andere als schön. Ich bin aber sicher, dass unsere Fans diesen Begriff nur im Sinne eines sportlichen Kriegsbeils verwendet haben und auf unser Video eingegangen sind“, sagte Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky. Sulkovsky, Trainer Tobias Stolikowski und vier Spieler hatten im Vorfeld die Fans in einem 30-Sekunden-Spot zur Unterstützung aufgerufen - und dabei Indianer-Sprüche wie „Der Kriegsrat tagt“, „Krieger, wir brauchen euch jetzt“ oder „Das sportliche Kriegsbeil wurde ausgegraben“ benutzt. Dazu trugen die Beteiligten Indianer-Kopfschmuck. Alles ganz witzig gemacht. Das Plakat weniger - aber auch kein Grund, sich damit lange zu beschäftigen.

Das Hausverbot

Für mehr Unruhe sorgte da schon die Tatsache, dass Scorpions-Ko-Trainer Peter Willmann der Einlass ins VIP-Zelt verwehrt blieb. „Das ist unprofessionell“, sagte Trainer Dieter Reiss und verließ wutentbrannt die Pressekonferenz im Zelt, die mit seinem Statement zum Spiel hätte beginnen sollen. „Herr Willmann hat sich Anfang Februar, als er noch Ko-Trainer der Hannover Scorpions war, hier bei uns im VIP-Zelt nicht gut benommen“, begründete Sulkovsky das Hausverbot. Willmann ist jedoch nicht dafür bekannt, sich in der Öffentlichkeit daneben zu benehmen.

Die Indians gewinnen gegen die Wedemark Scorpions.

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Der Torhüter

Mirko Pantkowski gehörte zu den auffälligsten Akteuren. Der ECH-Keeper hielt überragend und strahlte viel Ruhe aus - bemerkenswert für einen noch 18-jährigen Juniorennationalspieler. Der Keeper gehört Adler Mannheim, spielt mit Förderlizenz für die Indians und die Kassel Huskies.

Die Wette

Das Eisstadion am Pferdeturm war nicht ausverkauft - daher muss Sulkovsky, weil ein ausverkauftes Stadion Teil einer Wette war, eigentlich nicht in den Maschsee springen. „Ich mache es aber trotzdem, weil uns die anwesenden Fans so toll unterstützt haben“, sagt der Geschäftsführer. Zusammen mit Kleefelds Bürgermeister Henning Hofmann springt er morgen ins Wasser.

Die nächste Runde

Fest steht, dass der ECH am Freitag mit einem Auswärtsspiel in die Play-offs starten wird, am Sonntag (19 Uhr) folgt in dieser Serie ein Heimspiel. Wer den Indianern dann gegenübersteht, entscheidet sich am Dienstag im Pre-Play-off-Spiel zwischen Halle und Erfurt. Sollte Halle gewinnen, wäre der Herner EV der Gegner. Setzt sich Erfurt durch, ginge es gegen die Füchse Duisburg.

Von Stephan Hartung

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