So grün soll der Marstall werden
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Beete und ein Brunnen So grün soll der Marstall werden

Der neue Marstall soll Beete, einen Brunnen und ein Café enthalten - und frühestens Ende 2018 fertig sein. Die Stadt will rund 4 Millionen Euro investieren und einen echten Altstadtplatz entstehen lassen. „Es wird eines der wichtigsten Projekte in 2017 und 2018“, sagt Baustellenkoordinator Paul Babel.

Der neue Marstallplatz in einer Computersimulation in Blickrichtung Schmiedestraße: Viel Grün, neue Häuser.

Quelle: Atelier Loidl, Berlin/LHH

Hannover. Die Bebauung des Klagesmarkts ist fertiggestellt, jetzt rückt die Bebauung des Marstalls in den Fokus. Die beiden großen Neubauten auf West- und Ostseite des Platzes wachsen beachtlich voran, voraussichtlich im Juli oder August wird das Strabag-Gebäude auf der Ostseite fertig sein. Dann beginnt die Platzgestaltung: Die Stadt will rund 4 Millionen Euro investieren und einen echten Altstadtplatz entstehen lassen. „Es wird eines der wichtigsten Projekte in diesem und dem nächsten Jahr“, sagt Baustellenkoordinator Paul Babel.

Die meisten Bäume bleiben

Lange hatte es Streit gegeben, weil viele Parkplätze wegfallen auf dem Platz zwischen Steintor und Altstadt. Am Ende fällte die Politik den Beschluss für mehr Stadtqualität statt Blech - jetzt können die Planer planen. Vorgesehen ist eine große, gepflasterte Fläche mit ovalen grünen Oasen. In ihnen sollen die meisten Bäume erhalten bleiben, etwa ein halbes Dutzend Bäume allerdings weicht der Neugestaltung.

Auf der Ostseite, wo die Schmiedestraße künftig nach links abknickt, anstatt geradeaus zur Georgstraße weiter zu führen, soll ein kleines Wasserkunstwerk entstehen. In den ursprünglichen Konzepten war stets von einer „Nebelwand“ die Rede. Inzwischen gehen die Überlegungen eher in Richtung Brunnen, möglicherweise eine kleine Fontänenanlage mit Zufallsgenerator. „Es soll irgendetwas sein, was die Menschen überrascht“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. Konkrete Pläne aber gebe es noch nicht. Klar ist aber schon: Die Platzbesucher werden im Angesicht des Brunnens einen Kaffee trinken können: In dem Strabag-Neubau nahe am Brunnen soll im Erdgeschoss eine Gastronomie einziehen.

Deutlich sind die Veränderungen auch bei der Verkehrsführung. Während der Marstall bisher von einer Asphaltstraße umrundet wird, soll die südliche Umfahrung künftig mit Pflastersteinen verkehrsberuhigt werden. „Der Verkehr spielt sich dann überwiegend im Nordbereich ab“, sagt Babel. Wer aus Richtung Marktkirche kommt und zum Steintor will, biegt daher am Brunnencafé links ab und kann dann über die Scholvin- oder die Reuterstraße aus der Altstadt herausfahren. Beide Straßen gehören zum Vergnügungs- und Rotlichtviertel, die Stadt erhofft sich eine Normalisierung der schmuddeligen Ecke, wenn dort mehr Durchgangsverkehr entlangfährt. Zuletzt waren die Immobilienpreise im Viertel sehr gesunken, weil die Nachfrage nach klassischen Bordellbetrieben nachlässt.

Der Umbau der Platzfläche folgt einem Konzept des Büros Loidl aus Berlin. Er startet zunächst im Osten rund um das Gebäude, in das die Strabag etwa 15 Millionen Euro investiert. Die Arbeiten am etwa 13 Millionen Euro teuren westlichen Neubau, de n Hochtief für die GBH errichtet, dauern noch etwas länger, deshalb startet dort der Platzumbau erst etwas später. Die Stadt rechnet damit, nicht vor Ende 2018 mit der kompletten Platzgestaltung fertig zu sein.

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